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Auch der "Dähler Born" in Ehrenbreitstein hat
eine lange Geschichte. |
| Schon damals sei das Wasser so geschätzt gewesen, daß man es in Krügen nach Koblenz gefahren habe, was aber - so heißt es dort - den Ärzten und Apothekern nicht gefiel, "da es die Leute bei guter Gesundheit erhielt". |
| Wie der Sauerbrunnen in den Besitz der Gemeinde kam, ist nicht festzustellen. Zeitweise muß er für sie eine gute Einnahmequelle gewesen sein. Zur Zeit des Festungsbaues 1820/1821 habe der Pachtzins 5000 fl. (Florin, Gulden) betragen. |
Die Absatzmöglichkeiten des Sauerbrunnens waren immer auf den Stadtbezirk beschränkt. Noch in den dreißiger Jahren kam der Wagen mit den Krügen nach Koblenz, wie sonst hätten die Verse entstehen können: Der Bornskrug giht von Schniß zu Schniß, |
| Sicherlich eng verbunden mit
dem Vorhandensein des Sauerbrunnens im Thal ist die kurze Episode einer
Quellenbohrung in Ehrenbreitstein. Der Geologe Leopold von Buch weilte im
August 1834 im Thal und hatte, aufgrund seiner Feststellung, das ganze Gebirge
zwischen Koblenz und Frankfurt sei als Sitz heißer, unterirdischer
Quellen anzusehen, wissen lassen, daß es
"durchaus möglich, ja wahrscheinlich
sei, in oder bei Ehrenbreitstein eine dem Emser Thermalwasser ähnliche
Quelle zu erschließen" (Bericht des Dr. A. Erlenmeyer).
17 Jahre lang dauerten die Bemühungen der Aktionäre und der Gemeinde,
dann "wurden die Hoffnungen zu Grabe getragen".
Wie hoch das allgemeine Interesse an den Bohrversuchen gewesen sein muß,
bezeugt auch der Besuch eines Alexander von Humboldt in Ehrenbreitstein.
Er hatte sich mit Herrn von Mendelssohn aus Horchheim am 19. August 1845
an der Bohrkaue eingefunden. Uns bleibt nur die Erinnerung und der "Dähler Born", den die Stadt 1970 wieder herrichten ließ. EF |